© Nils Starkmeth
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Making Of: EPic – Alien

Als EPic zum ersten mal vor meiner Tür stand, hatte er bereits ein komplett fertig geschriebenes Drehbuch unterm Arm klemmen. Endlich jemand, der sich nicht bei mir meldet, à la „hier…mach mal, soll geil werden, ciao.“ Ich hatte sofort Lust auf das Ding. Nachdem wir nahe gelegene Locations ausfindig gemacht hatten, ging es mit einem Kofferraum voller Requisiten zu den ersten Aufnahmen. Auch hier war ich zutiefst postiv überrascht: er brachte bereits alles mit, was wir brauchten. [Ja, dieser Text ähnelt einer EPic-Amazon-Rezension, aber das muss doch mal gelobt werden.] Nunja. Zuerst drehten wir das ganze Video komplett an einem Baggerweiher in einem Wald. Bevor wir unser erstes Bengalo zünden konnten, wurden wir allerdings von der örtlichen Feuerwehr verjagt. Die Aufnahmen waren sowieso komplett unstimmig und so machten wir uns vom Acker.

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Als nächster Aufnahmeort diente der ausrangierte Teil des Flughafens in Memmingen.
Mit Baustrahler, Stromaggregat und Bengalischem Feuer bewaffnet, wurden die Ruinen des Geländes beschallt. Mir tat EPic nach einer weile schon ein wenig leid. Mit Schweißerbrille inmitten eines Bengalischem Feuers zu stehen und obendrein zu rappen, nagt schon etwas an der Ausdauer. Zuletzt ging es dann in den Keller einer leer stehenden Autowerkstatt. Da ich oft in Lostplaces unterwegs bin, fühlte ich mich zunächst voll und ganz in meinem Element. Als wir den Generator das erste mal anschmissen, änderte sich das jedoch schnell. Man konnte uns bis zur Straße hinaus hören.
Als der dunkle Rauch aus dem Kellerfenster waberte, wunderte es mich, dass diesmal keine Feuerwehr zur Hilfe eilte.

dreh

Ich hatte noch nie zuvor so gezielt mit künstlichem Licht in einem Video gearbeitet. Das war eine ganz neue Herangehensweise und ich war extrem erstaunt vom Ergebnis. Dass natürliches Licht dennoch das schönste Licht zum Arbeiten ist, zeigte sich, als die Sonne langsam unterging. Der Rauch der letzten Bengalos hing noch in der Luft als die tief stehende Sonne durchs Garagentor leuchtete. Das erzeugte eine unnachahmbare Simmung.

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Das Gebäude wurde einige Zeit nach unserem Dreh abgerissen – unser fürs Video verwendeter Fernseher befand sich noch im Keller. Wer weiß, wohin seine Reise noch führt. Irgend ein armer Tropf wartet heute noch darauf, dass er von EPic seinen Fernseher zurück gebracht bekommt. Alles, was von der Location übrig bleibt, ist ein Haufen Schutt. [Die Regierung vernichtet wohl eifrig Beweise]

Zum Abschluss gibt’s hier noch den Trailer, der es damals zur Ankündigung des Videos hochgeladen wurde. Das tropfen in dieser verlassenen Werkstatt war eine sehr gute Grundlage für die mystische Stimmung.

Und natürlich das fertige Video, welches im JMC-Tunier von JuliensBlog landete:

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